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Wie ein Mamorkuchen einen Paradigmenwechsel im digitalwerk anstieß

Storytelling identifiziert selbst in den kleinsten Dingen große Geschichten: So wird aus einem Marmorkuchen ein Team Building Instrument, ein absoluter Banger oder sogar ein New Work Modell.

Mariella Greiml 15. November 2021

Storytelling hat als Buzzword in Kommunikationsstrategien längst Einzug gehalten. Es ist kein Geheimnis, dass Aufmerksamkeitsspannen kürzer werden und täglich immer mehr Reize um unsere Aufmerksamkeit buhlen – es reicht nicht mehr, seine Produkte und Services in nüchterner Form vor der Zielgruppe abzuladen. Sie müssen in einen Kontext gestellt werden, der die Zielgruppe berührt und langfristig beschäftigt.

 

Soweit, so oft schon gehört. Im digitalwerk sind wir allerdings zu einer noch nicht ganz so häufig proklamierten Kenntnis gekommen: Storytelling hilft nicht nur, Produkte und Services zu verkaufen oder eine Brand zu positionieren. Eine Geschichte, eine Dramaturgie kann man in noch viel kleineren Dingen finden – auch da, wo man sie vorher nicht vermutet hätte.

 

There’s a story in everything

Anlass zu dieser Feststellung gab uns eine Beobachtung bei unseren agentureigenen Prozessen. Wir verstehen uns sehr gut darauf, große Ideen zu präsentieren oder bei Pitches ein Storytelllingfeuerwerk zu zünden – im Daily Business verlassen wir uns bis dato aber häufig auf bewährte Methoden, immergleiche Powerpoint Slides und altbekannte Excel Sheets, die demensprechend trocken daherkommen. Denn Tatsache ist: Auch in einer kreativen Marketingagentur wird nicht jeden Tag das Rad neu erfunden oder die nächste große virale Idee geboren. Aber bedeutet das, dass Daily Business Tasks automatisch frei von jeder Dramaturgie sind?

 

A challenge is born

Um das zu hinterfragen haben wir die digitalwerk Summer Challenge mit dem Schwerpunkt Story Telling ausgerufen. Die Idee: In interdisziplinären Teams arbeiteten digitalwerker*innen an der selben Challenge, die da lautete: „Warum soll das digitalwerk wöchentlich einen Marmorkuchen bereitstellen?“ Erlaubt war dabei so ziemlich alles – von der Wahl des Mediums bis zur Argumentation durften sich die Teams völlig frei entfalten.

 

Als Impulsgeber und Spezialist in Sachen Storytelling haben wir uns die Hilfe von petrichor geholt. Brigitte Maier und Johannes Woller zeigten in einem Vortrag mit einer Workshopübung, wie man mit den unterschiedlichsten Mitteln und Methoden emotionale Überzeugungsarbeit leisten kann. Daraufhin bekamen die Teams über die Sommermonate Zeit, ihre Story zu schmieden – um sie dann im Herbst der Geschäftsführung zu präsentieren. Die Einreichungen wurden bewertet und mit unterschiedlichen Preisen incentiviert.

 

The results are in

Das Ergebnis: Nicht nur eine beeindruckende Zurschaustellung des unglaublichen Könnens und (versteckter!) Talente der digitalwerker*innen – alle Einreichungen setzten, obwohl alle in Form eines Videos erzählt wurden, auf unterschiedliche Methoden und Argumente. Eine Einreichung schaffte es sogar, die Frage um den Mamorkuchen geschickt in eine grundlegend andere Message zu spinnen und so den Slot bei der Geschäftsführung für einen ganz besonderen Denkanstoß zu nutzen. Klingt kryptisch? Ist es auch – bis man die Story dazu hört und sieht….
 

What we were told

Ganz im Sinne des User Centered Design Ansatzes hat sich das Management während und nach der Challenge Feedback von den Teammitgliedern eingeholt, um diese bei der nächsten Challenge unter einem anderen Schwerpunkt zu berücksichtigen.

Die Auswertung einer anonymen Umfrage förderte dabei einige Insights zutage. So wurde die Challenge insgesamt sehr positiv wahrgenommen – die Arbeit im Team hat großen Spaß gemacht. Druck empfand man allerdings bei der Ausarbeitung parallel zum täglichen Workload. Das wäre vermeidbar gewesen, hätte man den Termin für die Präsentation tatsächlich früher angesetzt, um so ein mögliches Ausufern der investierten Ressourcen direkt auszuschließen. Ein wichtiges Learning für das Management.



To cut a long story short

Alles ist eine Bühne. Wie groß das Stück ist, das aufgeführt wird, ist dabei oft nebensächlich. Die Lösungen, die wir entwickeln, richten sich immer an Menschen – das beste Reporting, die spannendsten Insights, die bewegendsten Erkenntnisse sind nur so viel Wert, wie sie in einen verständlichen und emotional bewegenden Kontext gestellt werden. Wir müssen uns also täglich mit der Frage beschäftigen: Warum ist diese Information wichtig? Welches Ziel erreiche ich damit? Welchen Painpoint kann ich adressieren und lindern? Und wie kann ich all das in einen spannenden Projekthriller kleiden?

All diese Fragen wurden von unseren Teams auf die unterschiedlichsten Arten beantwortet. Die Herleitung und die Methodik wurden von jedem Team erläutert und zeigte, das auch die verrücktesten Ideen einer logischen Herangehensweise folgten, um ihre Absichten bei der Geschäftsführung zu platzieren. Mission accomplished also!

 

Unabhängig vom schlussendlichen „Sieger“ der Challenge ist eines klar: Die Aufgabe wurde verstanden und gemeistert und die Ergebnisse sind alles andere als 08/15. Völlig unterschiedliche Talente und Stärken kamen dabei zum Einsatz und haben so manche Kolleg*innen überrascht. Aber jetzt mal Hand aufs Herz – welches Team hätte Sie zur wöchentlichen Kuchenspende bewegt?

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